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22
Jul
2010
"Fussball unterm Hakenkreuz" - Erkennen Sie Parallelen ? PDF Drucken
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 31. Juli 2010 um 08:05 Uhr
Fussball_unterm_HakenkreuzNachfolgend eine nur auf den ersten Blick "etwas andere Recherche" von SOLARKRITIK.DE. Wenn Sie sich erinnern: SOLARKRITIK.DE berichtete kürzlich auch über "Furchtbare Juristen, die das Grundgesetz verweigern".

Vor diesem Hintergrund werden Sie feststellen, daß zahlreiche Verhaltens-Parallelen der heutigen Gesellschaft im Vergleich zur damaligen Zeit zu finden sind, wenn Sie nachfolgend die eindringlichen Zitate aus diesem lesenswerten Buch berücksichtigen. Denn auch damals hat die Gesellschaft die "Augen verschlossen", weil sie weiterhin von (persönlichen) Priviligien profitieren wollte. So heisst es wörtlich.

"Die Beibehaltung und Vermehrung ihrer materiellen Privilegien war für viele wichtiger als der Widerstand gegen ein verbrecherisches Regime. Obwohl nur wenige von ihnen der menschenverachtenden NS-Ideologie anhingen, trugen die meisten Mitglieder des DFB zur Stabilität der NS-Herschaft bei und machten sich dadurch mitschuldig."

SOLARKRITIK.DE erlebt dieses Verhalten ja auch seit Jahren, wie sich alle angeschriebenen "Hilfsorganisationen" und Institutionen nach Artikel 17 GG aber auch Journalisten, persönliche Freunde, Berufskollegen, Verwandte und Bekannte sich als "Mitläufer des politischen Systems" outen, ohne aber endlich die politisch-gesteuerten Machenschaften, die willkürliche angedrohte Psychiatrisierung und die Existenz der Geheimakte auf die Tagesordnung zu bringen. Denn der Fall von SOLARKRITIK.DE ist kein Einzelfall in dieser Gesellschaft und in diesem Land.

Aber lesen Sie nachfolgend das Zitat von Seite 225, wie es damals selbst dem FC BAYERN MÜNCHEN ergangen ist:

"Selbst in einem Verein wie dem FC Bayern München, der aufgrund jüdischen Hintergrundes bis in den Krieg hinein zu einem großen Teil dem NS-Regime ablehnend gegenüberstand, setzte sich 1943 eine nationalsozialistische Fraktion durch, die dem ehemaligen "Judenclub" auf Linie brachte. Ernsthaften Widerstand gegen die Sportpolitik der nationalsozialistischen Regierung scheint es in den Fussballvereinen nicht gegeben zu haben."

Obwohl in dem Buch vier Fussball-Vereine explizit herausgestellt werden, die sehr intensiv von 1933 bis 1945 den Nazis ideologisch nachgelaufen sind, so zeigt der obige letzte Satz doch sehr deutlich, dass letztendlich alle Vereine "auf Linie" gebracht worden sind, ohne daß es ernsthaften Widerstand gegen das NS-Regime gab.

Der letzte Abschnitt in diesem Buch beschreibt anschaulich, wie die "ideologische und politische Korruption" funktionierte:

"Dem Verband (DFB) fehlte in seiner Gesamtheit - und auch hier ist die Ähnlichkeit zu vielen modernen, primär auf Funktionalität und Profitablität ausgerichtetes Großunternehmen unübersehbar - ein festes Wertesystem, das als Orientierung dienen sollte bei der Beantwortung der sich naturgemäß immer wieder stellenden Frage, welcher Regierung, Organisation oder Institution man die Hand reichen darf und welcher man die Zusammenarbeit verweigern sollte...Der Sport, der mit dem Verweis auf die Gemeinützigkeit öffentlche Hilfen in Form von Steuervergünstigungen oder Zuschüssen zum Bau von Sportplätzen oder zur Organisation von Großveranstaltungen für sich reklamiert, wird sich zwangsläufig im politischen Raum bewegen. Es wird daher stets mit den Mächtigen kooperien versuchen und infolgedessen Gefahr laufen, sich später dafür verantworten zu müssen."

Und? Erkennen Sie Parallelen, oder sind Sie der Meinung, heute ist doch alles anders und besser? Fragen Sie sich, wie es denn mit Ihrem persönlichen Wertesystem bestellt ist, wenn Sie Gefahr laufen, einen Teil Ihrer persönlichen Privilegien für die konsequente Beibehaltung Ihres persönlichen Wertesystems aufgeben zu müssen. Nur derjenige, der kein persönliches Werteystem mehr besitzt wird nicht mehr über sein zukünftiges Verhalten nachzudenken brauchen.

Jeder muss für sich selbst entscheiden, wann und wo sein Wertesystem aufhört und die "scheinbar liebgewonnenen" Privilegien anfangen, das Wertesystem zu unterwandern...

Ich habe diese Entscheidung für mich getroffen...

 

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