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DEWEZET
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DEWEZET-Sonderbeilage (Deister-Weser-Zeitung) vom 24.04.2008
"Eignet sich mein Dach für eine Solaranlage ?"
Dieser Pressebericht Bericht enthält zahlreiche Fehler, die rot unterstrichen sind !! Auch werden nicht klar und deutlich die Fachbegriffe der solaren Stromerzeugung und der solaren Wärmeerzeugung getrennt, differenziert betrachtet und dargelegt.
1. sachlich-unrichtige Behauptung: "Niedrigtemperaturkollektoren liefern sogar nachts warmes Wasser."
Richtig ist: Solarkollektoren liefern Wärme und kein Wasser. Es gibt sog. "Absorber", die auch nachts aus der Umgebungsluft Wärme mit Hilfe einer Luftwärmepumpe sammeln können. Es werden also fälschlicherweise "Absorber" als "Niedrigtemperaturkollektoren" bezeichnet und die irreführende und falsche Suggestion erzeugt, diese Niedrigkollektoren könnten auch Solarwärmestrahlung (vielleicht wenn der Mond nachts scheint) auch nachts sammeln. Die Suggestion, es könne auch nachts solare Wärmestrahlung genutzt und gesammelt werden, ist irreführend und sachlich unrichtig.
2. sachlich-unrichtige Behauptung: "Pro Kilowattstunde gibt es garantierte 57,4 Cent vom Stromversorger"
Richtig ist: Der Wert von 57,4 Cent ist seit Jahren nicht mehr aktuell und somit veraltet. Gegenwärtig (Stand: 09.04.2008) werden ja nach Photovoltaik-Modulgröße zwischen 43,99 Cent bis 46,75 Cent Einspeisevergütung für die solare Stromerzeugung (Photovoltaik) gezahlt.
3. sachlich-unrichtige Behauptung: "Bei einer solarthermischen Solaranlage reichen sechs Quadratmeter, um 60% des Warmwasserbedarfs eines Vier-Personen-Haushaltes zu decken."
Richtig ist: Der Begriff "60%-Warmwasserbedarf" ist irreführend und falsch, was bereits ein gerichtliches Gutachten vom 10.11.1998 belegt und dokumentiert. Denn Solaranlagen erzeugen kein Wasser, sondern Wärme, und decken somit keinen Wasserbedarf, sondern einen Wärmebedarf, der aber nicht zu 60% durch die Solaranlage gedeckt wird. Der obige Slogan müsste korrekt heissen...: "...um 60% der Wärme für die Trinkwassererwärmung eines Vier-Personenhaushaltes zu decken". Die Trinkwassererwärmung in einem 4-Personenhaushalt macht aber nur ca. 10%-20% des jährlichen Wärmebedarfs aus, sodaß sich die "60%" nur auf einen sehr geringen Teil des Heizbedarfs beziehen. Mehr dazu unter "solare Fakten"
3. sachlich-unrichtige Behauptung: "Die in den Sonnenkollektoren erzeugte Wärme kann für das Brauchwasser und zur Beheizung benutzt werden."
Richtig ist: Die Verwendung des Begriffs "Brauchwasser" ist irreführend und falsch, da Brauchwasser = Nutzwasser ohne Trinkwasserqualität bedeutet.
Richtig müsste der Satz lauten: "Die in den Sonnenkollektoren erzeugte Wärme kann für die Erwärmung des Trinkwassers (zum Duschen und Baden) benutzt werden und zur Erwärmung des Raumheizungswassers."
Zu beachten ist allerdings, dass für eine mögliche Erwärmung des Raumheizungswassers im Winter eine ca. 2-3fache Kollektorfläche notwendig ist, als für die solare Trinkwassererwärmung. Auch darauf wird im gesamten Pressetext nicht hingewiesen. In bestimmten Fällen kann man die Solarwärme im Sommer auch für die Vorwärmung des Waschmaschinenwassers einsetzen.
4. sachlich-unrichtige Behaupung: "Solarmodule sind nicht begehbar"
Richtig ist: Solarmodule sind ziemlich stabil, sodaß darauf sogar Torwandschiessen zu Demonstrationszwecken veranstaltet wird. Das Problem ist vielmehr die Verschmutzung von Solarzellen, die den solaren Ertrag bei PV-Solarzellen erheblich mindern kann, wenn die Solarzellen und die Verschmutzung nicht regelmässig kontrolliert wird und die Solarzellen von Staub und Schmutz gereinigt werden. Das ist bei längeren Sonnenscheinphasen der Fall, wenn der reinigende Regen ausbleibt.
5. sachlich-unrichtige Behauptung: "Lohndende Investition: Solaranlagen"
Richtig ist: Abgesehen von dem Schreibfehler sind thermische Solaranlagen keine lohnende Investition. Die Investitionskosten werden im Zeitraum der Nutzungsdauer durch den Energiekostenertrag nicht wieder kompensiert. Der jährliche Energiekostenertrag, wird insbesondere bei Laienanwendern, auch durch die regelmässig anfallenden Wartungsintervalle und Frostschutzmittelaustauschkosten wieder aufgezehrt, sodaß effektiv unterm Strich keine Kostenersparnis übrig bleibt. Photovoltaik-Solarzellen zur solaren Stromerzeugung können sich u.U. nach 12-15 Jahren rechnen, wobei ebenfalls der Wechselrichterausfall auch nicht kalkuliert werden kann. Auch kann niemand eine Garantie über die genaue Sonnenscheindauer geben. Ebenfalls muss gesagt werden, dass mit ca. 46,7 Cent Einspeisvergütung die solaren Stromkosten jenseits aller aktuellen Marktpreise existieren und nur durch diese künstlich- und politischangehobenen Preise für die Einspeisung eine PV-Solaranlage für den Solaranwender eine u.U. wirtschaftlich sinnvolle Investition darstellt. Mit einem nennenswerten Beitrag zur deutschen Energieversorgung hat diese Solarstrom-Einspeisung aber nicht viel zu tun.
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