Das nebenstehende Prospekt lag auf der Messe "VEST-BAU" in Recklinghausen am 18.10.2008 auf dem "BROETJE"-Messestand aus. Es zeigt die Seite 4 und 5 aus dem Prospekt
Irreführend und sachlich unrichtig wird von BRÖTJE behauptet:
"Und in Kombination mit einer modernen Heizungsanlage von BRÖTJE sind sogar Energieeinsparungen von bis zu 60% möglich. Einfacher und Effektiver kann Sonnenenergie nicht sein."
Kommentar von SOLARKRITIK.DE: Es gibt keine Solaranlage, die 60% Energieeeinsparungen in Deutschland im privaten Wohnungsbau bewirken kann. Es wird in fehlerhafterweise suggeriert, dass die 60%ige Energiekosteneinsparung von der Solaranlage käme, was aber nicht der Fall ist. In Wahrheit kommt der Grossteil dieser angeblichen "60%igen Energiekosteneinsparung" von der "Kombination mit einer modernen Heizungsanlage", siehe dazu auch SOLARKRITIK09. Die Solaranlage von ca. 8qm-Solarkollektorfläche, die auf dem gemalten Prospekt-Bild auf Seite 5 auf dem imaginären Haus zu sehen ist, erwirtschaftet in der Realität ca. 2.000 kWh bis 3.000 kWh Nutzwärme, was im Optimalfall ca. 200 Euro Energiekostenersparnis im Jahr bedeutet.
Die Grafik unten auf Seite 4 mit der Überschrift "Solare Deckungsrate Warmwassererzeugung in %" beschreibt in Wahrheit nur die solare Trinkwassererwärmung, also den Heizwärmeanteil, der zur Erwärmung des Dusch, Bade- und Trinkwassers benötigt wird. Auch die Begrifflichkeit "WarmwasserERZEUGUNG" ist sachlich unpräzise, weil mit einer thermischen Solaranlage kein warmes Wasser erzeugt wird, sondern (kaltes) Wasser erwärmt wird. Auch die Erwärmung des Raumheizungswassers ist mit dem Begriff "Warmwassererzeugung" nicht gemeint, obwohl diese Tatsache durch die allgemeinen Begriff "Warmwassererzeugung" in fehlerhafterweise dem Leser des Prospektes suggeriert wird. Auch die imaginäre Wohnung des Hauses auf der Seite 5 des BRÖTJE-Prospektes zeigt einen Heizkörper, wodurch die Suggestion auf die angebliche solare Raumheizungswassererwärmung und die angeblich 60%ige Heizenergiekostenersparnis aufgebaut wird. Die Solar-Kollektorfläche von ca. 8 qm auf dem Dach des imaginären Hauses auf Seite 5 des BROETJE-Prospektes ist aber für eine solare Raumheizungswassererwärmung zu klein und müsste ca. bei 20qm-Solarkollektorfläche liegen.
Diese Täuschungen der Solarwirtschaft, die seit nunmehr über 10 Jahren von der Solarwirtschaft praktiziert werden, hat SOLARKRITIK.DE bereits vor Jahren in SOLARKRITIK 10 aufgedeckt und transparent gemacht.
Auch die Verwendung des Begriffs "Warmwasserbedarfs" im BRÖTJE-Solarprospekt vom 18.10.2008 ist falsch und irreführend, was ein gerichtlich-veranlasstes Gutachten vom 10.11.1998 vom LG Bochum belegt. Richtigerweise müsste an dieser Stelle der Begriff "Trinkwasserwärmebedarf" (anstatt: Warmwasserbedarf) im Prospekt verwendet werden.
Auch die Deutschland-Karte auf Seite 4 mit den angegebenen Sonnenstunden suggeriert einen enormen Solarertrag, der angeblich in Deutschland möglich wäre. Diese Täuschungen werden auch von der DENA und von SOLARPRAXIS AG praktiziert.
Joachim Bublath vom ZDF hat diesen Werbeschwindel der Solarwirtschaft bereits am 06.10.2004 in seiner Sendung erwähnt und aufgedeckt und diese Täuschungen werden immer noch praktiziert, wie man anhand dieses aktuellen BROETJE-Prospektes feststellen kann.
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