06 Apr 2010 |
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Diese Recherche über einen Presseartikel aus Juni 1994 dokumentiert, mit welchen Tricks die Solarlobbyisten bereits im Jahre 1994 gearbeitet haben.Der Autor Karl-Heinz Remmers, der sich selbst in diesen Jahren als "Dr. Sonne" bezeichnet hatte, sitzt heute im Vorstand der SOLARPRAXIS AG. So behauptete "Dr. Sonne" bereits im Jahre 1994 folgendes (roter Kasten): "Im Jahr 1989 wurde folgende Aufgabe gestellt: Der jährliche Gasbedarf des Haushaltes ist am Standort München durch Nutzung der Solarenergie und durch Verbesserung des Wirkungsgrades der Gasheizung um die Hälfte zu vermindern. Eine Fläche von 12m² steht für ein solares Kollektorfeld zur Verfügung. Dieses Solarfeld soll im langjährigen Mittel 3.000 kWh Heizwärme (für die 140m² große Fussbodenheizung) und 1.200 kWh für die Brauchwassererwärmung bereitstellen. Ausgehend von 1.000 kWh/m² Einstrahlung im langjährigen Mittel wurde für die benötigte Wärmemenge von 4.200 kWh eine Solarkollektortechnik mit 90% Flächennutzungsgrad, mit 60% Wirkungsgrad und - aus Sicht des >>solar return on solar invest<< - mit einer 25jährigen Nutzungsdauer vorausgesetzt." Dazu der Kommentar von SOLARKRITIK.DE: Karl-Heinz "Dr. Sonne" Remmers (Bild links) zieht zahlreiche "Register der solaren Täuschung", die auch in der 30-seitigen Dokumentation von SOLARKRITIK.DE erwähnt und aufgedeckt werden.1.Trick: Verbesserung des Wirkungsgrades der Gasheizung. Remmers erwähnt, dass der Gasbedarf eines Haushaltes um 50% gesenkt werden soll. Er verschweigt aber die geringen Anteile an diesen "50%", die die Solartechnik lediglich liefert. Remmers verschweigt, dass lediglich ca. 10%-Punkte nur die Solartechnik an der "50%-Gasbedarfsenkung" liefern könnte und die übrigen "40%-Punkte" durch die Verbesserung des Wirkungsgrades der Gasheizung erzielt werden, die Remmers aber im gesamten Artikel nicht weiter erwähnt und auch nicht erläutert, wie diese Wirkungsgrad-Verbesserung der Gasheizung, insbesondere in der Hauptheizzeit im Winter, erzielt werden sollen. Hören Sie auch, wie "Dr. Sonne" - 10 Jahre später - im ARD-Morgenmagazin am 29.06.2004 die Zuschauer mit dem gleichen Trick - nämlich Kombinationsverkauf: Neue Brennwertheizungsanlage mit Solaranlage - getäuscht hat, und dadurch die geringe solare Effizienz verschleiert hat. 2.Trick: Verwendung des fehlerhaften und irreführenden Begriffs "Brauchwasser" Der Begriff "Brauchwasser" bedeutet definitionsgemäss "Nicht-Trinkwasser" und Remmers bezieht diesen Begriff auch mehrfach in täuschender Weise bei der solaren Raumheizungswassererwärmung suggestiv mit ein. Den korrekten Begriff "solare Trinkwassererwärmung" verwendet er kein einziges Mal. 3. Trick: Der notwendige Gesamtwärmebedarf des Hauses wird nicht korrekt erwähnt und stattdessen verschleiert: Remmers suggeriert dem Leser in fälschlicher Art und Weise, dass die "benötigte Wärmemenge", den die Solarkollektortechnik liefern würde, auch gleichzeitig den "jährlichen Wärmebedarf" des Hauses darstellen würde. Der Gesamtwärmebedarf, den das Haus vor einer 50%igen Reduzierung benötigt hat, wird von Remmers nicht erwähnt. Auch verwendet Remmers den Trick mit der "Sonnenintensität von 1.000 kWh", die die Sonne pro qm im Jahr liefern könnte. Lesen Sie auch SOLARKRITK 16, wie der WDR (!) im Mai 2003 diesen Trick praktiziert hat. In Wahrheit - das wissen Leser von SOLARKRITIK.DE - kann ein Sonnenkollektor nur ca. 300 bis 350 kWh pro qm effektive Nutzwärme im Jahr liefern. Das sind also gerade mal bestenfalls 30% bis 35%, und nicht 60%-Wirkungsgrad. Auf diesen Schwindel hat J. Bublath aber auch erst 10-Jahre später im ZDF im Jahre 2004 hingewiesen. Auch beweist dieser Artikel von "Dr. Sonne", daß die "60%-Wirkungsgrad" von Solarkollektoranlagen bereits im Jahre 1994 verwendet worden sind, um fälschlicherweise vorzugaukeln, man könne auch 60% der benötigten Wärmebedarfsmenge in einem Wohnhaus mit einem Solarkollektor decken. 4. Trick: Mathematische Schönfärbereien: Missverhältnis von Solarertrag und Wärmebedarf wird verschleiert. Remmers behauptet: "Eine Fläche von 12m² steht für ein solares Kollektorfeld zur Verfügung....Ausgehend von 1.000 kWh/m² Einstrahlung im langjährigen Mittel wurde für die benötigte Wärmemenge von 4.200 kWh eine Solarkollektortechnik mit 90% Flächennutzungsgrad, mit 60% Wirkungsgrad...vorausgesetzt" Rechnen wir mal: 12qm-Solarkollektorfläche mal 1.000 kWh Sonneneinstrahlung pro qm im Jahr ergibt = 12.000 kWh, davon sind nur 90% wegen eingeschränkter Fläche beim Solarkollktor nutzbar, also 90% von 12.000 kWh = 10.800 kWh. Der Wirkungsgrad der Kollektoren beträgt angeblich 60%, also 60% von 10.800 kWh = 6.480 kWh. Remmers weist als benötigte Wärmemenge bekanntlich aber nur 4.200 kWh aus. Remmers gaukelt also fälschlicherweise dem Leser vor, der Solarkollektor würde mehr Wärme liefern, als Wärme benötigt werden würde. Remmers ist dabei von zwei falschen Prämissen ausgegangen: 1. Ein Solarkollektor hat keinen Wirkungsgrad von 60%, bezogen auf die jährliche Gesamtwärmestrahlung und 2. unterschlägt Remmers das zeitliche Missverhältnis von Solarertrag und Wärmebedarf. Denn, wenn die thermische Solaranlage die meiste Wärme produziert, nämlich im Sommer, wird aber kaum Wärme in einem Wohnhaus benötigt. *** |






Karl-Heinz "Dr. Sonne" Remmers (Bild links) zieht zahlreiche "Register der solaren Täuschung", die auch in der