Warum sich eine Solaranlage lohnt ...

10 gute Gründe jetzt in die Sonne zu investieren

Dieser nachfolgende Text wurde dem Solarbrief 2/96 des Solarenergie-Förderverein e.V., Herzogstraße 6, 52070 Aachen entnommen. http://www.sfv.de/

Eine Solaranlage lohnt sich, weil sie

1. die Umwelt schützt:
Moderne Solartechnik wird in Deutschland unter höchsten Umweltstandards hergestellt. Eine heute installierte Solaranlage versorgt uns jahrzehntelang mit sauberer Sonnenenergie ohne Emissionen und ohne ‘Restrisiko’. Professionelle Solartechnik besteht aus umweltverträglichen Materialien und ist leicht recycelbar. Solaranlagen sind also Technik, die dem Menschen dient.

2. die Rohstoffreserven schont:
Fossile Rohstoffe sind eigentlich viel zu schade zum Verheizen. Jede Solaranlage spart wertvolles Mineralöl und Kohle für unsere nachfolgenden Generationen. Vererben wir unseren Kindern doch lieber eine saubere Umwelt und moderne Solaranlagen als leere Ölfelder und Kohlegruben.

3. Energie spart:
Jede Solaranlage läßt uns ‘hautnah’ erleben, wie kostbar Energie eigentlich ist und wie sparsam wir damit umgehen sollten. Wer selber Energie vom Hausdach erntet, bekommt ein ganz neues Bewußtsein für den eigenen Energiekonsum und geht viel sorgfältiger mit Energie um. Dieser Lerneffekt macht sich dann häufig auch beim Stromverbrauch, beim Heizen und Autofahren positiv bemerkbar.

4. das Klima doppelt schützt:
Sonnenenergie spart fossile Energiequellen und verhindert so den Ausstoß des Treibhausgases (CO2). Darüber hinaus sparen die Nutzer von Solaranlagen häufig noch mehr Energie, weil sie mit Heizöl, Strom und Benzin viel bewußter umgehen. Außerdem ist jede Solaranlage ein wirksamer Werbeträger für erneuerbare Energien und regt die Nachbarn zum Nachahmen an.

5. die Lebensqualität steigert:
Stellen Sie sich vor, Sie stehen unter der Dusche und genießen ‘hautnah’ Wärme von der Sonne. Oder Sie kühlen Ihre Sommerdrinks mit Solarstrom vom eigenen Dach. Können Sie erahnen, was vorbildliche Solaranlagenbetreiber damit meinen, wenn sie sagen, die Solaranlage würde ihnen viel Spaß und Lebensfreude bereiten? Vielleicht ist es auch einfach das gute Gewissen, Energie zu nutzen, ohne anderen Menschen zu schaden.

6. Arbeitsplätze schafft:
Wer Sonnenenergie erntet, braucht dazu moderne Technik, fachkundige Beratung und zuverlässigen Service. Allein für den neuen Wirtschaftszweig ‘Solarwirtschaft’ werden in den nächsten Jahren mehrere Hunderttausend qualifizierte Arbeitskräfte gebraucht. Jede neue Solaranlage trägt zur Entwicklung dieser neuen lebensfreundlichen Branche bei.

7. die regionale Wirtschaft fördert:
Solarenergie wird dezentral vor Ort geerntet. So liegt es nahe, die Technik im Inland zu produzieren und örtliche Handwerker und Fachleute mit Planung, Montage und Service zu beauftragen. Weniger Energie-Zentralismus führt auch zu weniger Energieverschwendung, weniger Tanker-katastrophen und dafür mehr Energievernunft.

8. Verantwortung vermittelt und Macht dezentralisiert:
Wissen Sie, woher das Benzin für ihr Auto stammt oder welches Atomkraftwerk gerade den Strom für Ihren Elektroherd produziert? Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie viele tausend Kilometer das Gas zu Ihrem Heizkessel zurücklegt? Wenn Sie mit Sonnenwärme duschen, wissen Sie genau, daß die Energie vom Kraftwerk Sonne ohnehin auf Ihrem Dach gelandet wäre. Damit sind Sie auch ein Stück unabhängiger von den großen Energiekonzernen.

9. Sicherheit gibt:

Die sicherste Energiequelle ist immer noch die, welche Ihnen niemand wegnehmen kann. Versorgungsengpässe sind von der Sonne erst in etwa 5 Milliarden Jahren zu erwarten. Wer kann Ihnen wohl eine vergleichbare Garantie geben?

10. zum Frieden beiträgt:
Die Sonne macht keinen Unterschied zwischen Nord und Süd, arm und reich oder schwarz und weiß. Viele Kriege entstanden nur aus dem Kampf um Öl, Uran, Gas und Kohle. Die einzige demokratische Energiequelle ist die Sonne!

Eine Solaranlage lohnt sich, weil sie einfach die bessere Lösung ist ! (nichtsagender Schmarn)

Konkretere Pro-Solartechnik-Argumente findet man unter: www.oeko-energie.de -> Solarwärme... aber auch hier wird die Effizienz und Wirtschaftlichkeit "aus allen Ecken zusammengekratzt", um die Solartechnik schönzureden... (Stand: 10.08.2002)

 

 

 

Warum sich eine Solaranlage heutzutage und hierzulande noch nicht lohnt ...

Kritischer Kommentar zu den 10 Gründen .

siehe auch: www.solarkritik.de


1.
Diese Umwelt-Anforderungen müssen mittlerweile zahlreiche (um nicht zu sagen: fast alle) Produkte erfüllen. In der Photovoltaik-Technik war es gerade im Jahre 1996 meines Wissens noch so, dass die Herstellung der Solarzellen mehr Energie gekostet hat, als diese im nachhinein eingespart haben.

2.
Das wenige Öl und Gas, was Solaranlagen insbesondere im Privathaushalt einsparen, ist zu vergleichen mit einem "gefüllten Wasserglas mit dem versucht, einen Waldbrand zu löschen". Viel wichtiger wäre es m.E. dass die Solartechnik auch intensiv in der Industrie eingesetzt wird. Fragen Sie sich mal, welche energieintensiven Industriezweigen Solaranlagen einsetzen...?

3. 
Aufpassen: Hier wird auf Emotionen gesetzt, für die sich sich nix kaufen können. Es soll Ihnen eingeredet werden, daß Sie genau das machen, was die Solarleute Ihnen sagen. Die Wirklichkeit sieht m.E. vollkommen anders aus. Wenn Sie 8 Stunden und mehr am Tag berufstätig sind, wirkt sich das auf Ihren Energiekonsum zu Hause nur sehr gering aus. Und die "Brücke" von der Solaranlage zum Autofahren setzt dem Fass die Krone auf...Hinterfragen Sie selbst Ihr eigenes Handeln und lassen Sie es sich nicht einreden.

4.
Das wurde schon unter Punkt 1-3 erzählt...wurde unter Punkt 4 nur nochmal anders eingepackt, damit man wohl die 10 Punkt voll bekommt. Und was der Nachbar macht, interessiert mich persönlich gar nicht.

5.
Es wird wieder auf Emotionen gesetzt. Siehe auch Punkt 3. Hier sind gewiefte Werbestrategen am Werk. Hinterfragen Sie selbst Ihr eigenes EGO und lassen Sie sich nicht "hinters Sonnenlicht" führen.

6.
Unwirtschaftliche Wirtschaftszweige können auf Dauer nicht überleben. Von Luft, Liebe (und Sonne) konnte noch keine Firma auf Dauer neue und langfristige Arbeitskräfte schaffen. Insbesondere, wenn ein Wirtschaftszweig einmal bereits die Glaubwürdigkeit der Kunden verloren hat, wird man aus diesem "Sog" nur schwer wieder rauskommen. Es gehen gleichzeitig auch Arbeitsplätze bei den konventionellen Energien verloren, wenn die regenerativen Energien mehr Zuspruch erhalten.

7.
Die Beauftragung von konventioneller Energie fördert ebenfalls den "Handwerker vor Ort". Tankerkatastrophen: Als ob mal Öl nur zur Energiegewinnung braucht. Öl ist auch Rohstoff für zahlreiche andere Produkte des täglichen Lebens. Insofern werden immer Tanker auf den Weltmeeren fahren. Etwas Sarkasmus gefällig: Um Tankerunglücke zu vermeiden, sollte man möglichst schnell das Öl aufbrauchen...

8.
Seltsam: Unter Punkt 6 werden Arbeitsplätze angesprochen, die mit der Solarwirtschaft geschaffen werden.
Wissen Sie, wieviel Arbeitsplätze geschaffen wurden, damit das Öl in Ihr Auto kommt, das Gas in den Heizkessel kommt und der Strom in den Elektroherd gelangt. Wo bleiben diese Arbeitsplätze dann ?
Und die jetzt lebende Menschheit wird es m.E. nicht mehr erleben, daß diese Dinge des täglichen Lebens von der Sonne ersetzt werden.

9. 

Das einzig gute Argument, was nicht so leicht zu entkräften ist. Man muss es nur noch schaffen, die Sonne dann auch effektiv zu nutzen, wenn man die Energie der Sonne am dringensten braucht, wie zum Beispiel im Winter für die Raumheizung...und an diesem Thema arbeitet man noch, damit sich die Effektivität der Sonne im Winter steigert.

10.
Nicht zu vergessen die Windenergie und die Brennstoffzelle. Welche regenerative Energie irgendwann die Nase vorn haben wird, wird sich zeigen. Vielleicht wird irgendwann effektiv mit Photovoltaik nicht nur Strom, sondern auch Wärme für die Raumheizung erzeugt. Dann hat man bezüglich Thermischer Solartechnik u.U. aufs falsche Pferd gesetzt. Allerdings wird eine persönliche Solaranlage nicht dafür sorgen, daß auch nur ein Krieg weniger auf der Welt entstehen wird. Jetzt ist es Öl, wo rum sich die Welt streitet, später werden es andere Dinge und Ressourcen sein, die knapp werden... z.B. Flächen zur Errichtung von Solaranlagen und die Solaranlage wird daran leider nix ändern...traurig aber wahr...und fragen Sie sich mal, wie Sie eine riesige Solaranlage in der Sahara, die Europa mit Energie versorgen soll (so die Vision der Solarprofiteure), vor Terrorismus und/oder Sabotage schützen wollen ?


FAZIT:
haben Sie was gemerkt ??
Weit und breit keine Spur von "60% Warmwasserbedarf", mit dem laufend geworben wird, und den man angeblich mit der Solaranlage decken könne. Wo bleibt die Wirtschaftlichkeit, die letztlich auch gewährleistet, dass ich mir die nachweislich unwirtschaftliche Solaranlage auch leisten kann ? Zahlt die Solarwirtschaft auch die Sozialhilfe, wenn Sie sich die teure Investition in eine Solaranlage im nachhinein nicht leisten konnten und längst nicht die Energiekosten einsparen konnten, die laufend in der Solarwerbung vorgegaukelt werden ?
Die Solarbranche würde gut daran tun, die Solartechnik in einem objektiveren Licht darzustellen, um nicht vollends die eigene Glaubwürdigkeit zu verspielen.

Dieses war ein kritischer Kommentar, der auf eigenen schlechten Erfahrungen mit der thermischen Solartechnik beruht, der insbesondere ursächlich in der mangelnden Glaubwürdigkeit eines zukunftsträchtigen Wirtschaftszweig begründet liegt. Rainer Hoffmann, Recklinghausen, www.solarkritik.de
29.04.2002, aktualisiert am 12.05.2008